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17.08.2026 Waldbrandübung Gebiet Ried

  • despontnicolas
  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Der Hitzesommer 2026 und die damit verbundene Dürre beschäftigen auch die Schweiz. Das sonst als «Wasserschloss Europas» bekannte Land stösst zunehmend an seine Grenzen: Bekannte Wasserbezugsstellen trocknen aus.

Aus diesem Grund plante die Feuerwehr eine Waldbrandübung in einem abgelegenen Gebiet ohne Hydrantennetz. Ziel war es, bei einem fiktiven Waldbrand die Löschwasserversorgung mit den vor Ort verfügbaren Mitteln sicherzustellen.

Zum Einsatz kam das Prinzip der kleinen Noria und grossen Noria:

  • Die kleine Noria versorgt den Frontbereich ab einem Ausgleichsbecken.

  • Während die grosse Noria das Löschwasser von weitergelegenen Wasserbezugsorte bis zu diesem Ausgleichsbecken transportiert.


In einer ersten Phase erfolgt der Wassertransport durch Feuerwehrfahrzeuge. Später könnten Landwirte mit Druckfässern eingebunden werden. Bei geeigneter Lage des Beckens ist zusätzlich eine Wasserzufuhr per Helikopter möglich.

Auch die Übung zeigte die Herausforderungen deutlich. Ein Bach, der normalerweise über 1000 Liter pro Minute führt, konnte nur noch mit wenigen zweistelligen Litermengen pro Minute genutzt werden. Zudem stellte der rund ein Kilometer lange Wassertransport aufgrund der geringen Wassermenge und der erschwerten Stauungen eine Herausforderung dar.

Dank des Shuttle- und Noria-Betriebs konnten die Löschmannschaften bereits mit ihrer Arbeit beginnen. Erstaunlicherweise gelang es, innerhalb von nur zehn Minuten vom Haltebetrieb in den Löschbetrieb zu wechseln.

Ein solches System wird bereits in den USA und Frankreich erfolgreich eingesetzt und eignet sich insbesondere bei Wald-, Gross- und abgelegenen Bränden.


Die Übungsleitung bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und die erfolgreiche Durchführung der Übung!





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